3. Februar 2014

Weshalb ich gerade nicht gut mit mir selbst auskomme.


Ich muss sagen, dass ich etwas Mitleid mit Jordanien habe. Amman ist gerade vollgestopft mit jungen, aufstrebenden Mittelschichtskindern, die fast alle Politik oder was mit Middle East studiert haben und eigentlich lieber woanders wären. In Damaskus zum Beispiel, oder in Beirut, oder in Kairo, jedenfalls nicht in Amman, hier ist es langweilig, nur Wohngebiete, keine Pyramiden, keine guten Partys und die Preise, die Preise, ich meine, vier Dinar für Cornflakes, die spinnen ja, etc.

Natürlich ist das übertrieben. Amman ist gar nicht so übel. Jordanien an sich schonmal gar nicht. Die Leute hier sind unwahrscheinlich freundlich. Außerdem kann man auch ein halbes Jahr ohne Cornflakes zum Frühstück überleben. Weil wir aber alle im Westen von Amman wohnen, der überdurchschnittlich wohlhabend ist und wo die meisten Menschen lieber Englisch statt Arabisch sprechen, haben wir uns eine gewisse Anspruchshaltung zugelegt, für die ich mich hin und wieder ohrfeigen möchte. Neulich habe ich im Supermarkt Seitenbacher Müsli entdeckt. Seitenbacher. Die mit der Radiowerbung, über die man sich immer aufregt. Ich kann mir keine deutschere Müslimarke vorstellen und dann stehe ich in Jordanien im Supermarkt und sehe diese Packung und darüber hängt ein Schild, auf dem "Imported for you" steht.

Ich war empört. Und zwar auf diese Art, wie man als junges, aufstrebendes Mittelschichtskind, das Politik studiert hat und jetzt in Amman einen Sprachkurs macht, empört ist.
Ich habe ein Foto mit meinem Smartphone von dem Aufkleber gemacht und es sofort an mehrere Menschen geschickt. Ich habe Ernsthaft? oder so geschrieben, jedenfalls irgendetwas, das implizierte, wie sehr ich mich darüber aufrege, dass viele Menschen in diesem Land von Tee und Weißbrot leben und dieser Supermarkt nichts Besseres zu tun hat, als Biogenerations-Müsli aus Deutschland zu importieren. Und dann auch noch dieses dämliche Schild. Es kamen Antworten zurück, die eine ähnliche Haltung wie die meine zum Ausdruck brachten und dann ging ich an die Kasse und bezahlte meine Einkäufe.
 


Ja, das ist jetzt wieder einer von diesen Texten, in denen darüber sinniert wird, was für eine scheinheilige Generation wir sind, weil wir immer nur reden und uns aufregen, aber nichts machen, wie in dem Video, was neulich meine Timeline verstopft hat und was ich mir aufgrund der Internetsituation leider erst anschauen konnte, als sich alle schon darüber ausgekotzt hatten. Ich habe den Hype nicht verstanden, weil das ja eigentlich alles Dinge sind, die wir schon lange wissen. Wir wissen, dass es Dinge gibt, die ungerecht sind. Und Dinge, die geändert werden müssten. Und wir wissen auch, dass wir auf jeden Fall zu denen gehören, die etwas daran ändern könnten. Weil wir die Ausbildung genossen haben, weil wir irgendwo auch die finanziellen Mittel haben und weil wir genügend Leute kennen, denen es ähnlich geht.

Hier in Jordanien gibt es ganz viele Leute, die in NGOs arbeiten. Viele von diesen Organisationen versuchen, den Flüchtlingen aus Syrien zu helfen. Von einer wurde ich gefragt, ob ich Lust hätte, sie bei einer Verteilungsaktion zu unterstützen. Ich bin also in eine Stadt etwas südlich von Amman gefahren und habe mit ein paar Freunden Spielsachen an syrische Kinder verteilt. Gleichzeitig sollten wir in Erfahrung bringen, wie es den Flüchtlingen vor Ort geht, welche Dinge sie dringend benötigen, und so weiter. Dabei sollten wir darauf achten, keine Fragen zu stellen, die einen gedanklichen Rückgriff auf traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit erfordern würden. Wir fragten also nach Wünschen, Hoffnungen, Traumberufen.

Schon bei der ersten Familie haben wir gründlich daneben gelangt. Die Frau sah uns verständnislos an und sagte, dass alles, was sie sich im Moment wünsche, eine Rückkehr nach Syrien sei. Und dass sie überhaupt keine Hoffnung habe, dass dies in naher Zukunft passieren würde. Und dass ihr Mann in Ägypten lebe und nicht zu ihr gelassen werde. Und dann fing sie an zu weinen und wir standen daneben und wussten nicht, was wir tun sollten. Weil wir uns natürlich nicht vorstellen konnten, wie das ist. Weil wir alle wussten, dass wir am Abend wieder in Amman sein würden und dass wir irgendwann im Frühling wieder zurück nach Deutschland oder England fliegen und dann einen Master machen oder vielleicht noch eine Sprache lernen.

Und natürlich ist das nicht als Vorwurf gedacht. Es macht keinen Sinn, sich ständig schuldig zu fühlen, weil man ist, wer man ist. Oder weil man sich doch einmal im Monat die Cornflakes zum Frühstück leistet. 

Irgendeine Konsequenz sollte man wohl ziehen. 
Ich habe aber keine Ahnung, welche. 
Ich weiß nicht, ob ich einfach aufhören sollte, mich zu empören. 
Weil ich damit ohnehin nichts Konkretes ändern werde. 
Weil es mir heuchlerisch erscheint, mich aufzuregen, denn es erfordert keine größere Anstregung von mir und es hat keine Folgen für mich, außer die Gewissheit, zumindest mal drüber nachgedacht zu haben. 
Meine Art von Empörung bringt niemandem etwas, außer mir selbst.

In diesem Moment sitze ich in einem Cafè, es läuft Alt-J und neben mir sitzen zwei Amerikanerinnen, die für eine Flüchtlings-NGO arbeiten und sich gerade ungelogen über die Kino-Preise in Amman aufregen. Ich denke mir das nicht aus. 
Und ich habe keine Ahnung, wie ich mich deswegen jetzt fühlen sollte, geschweige denn, wie ich mich verhalten soll.

29. Januar 2014

Was mein Arabisch macht.

Neulich wurde ich gefragt, was ich eigentlich so vom Internet halte. Es war spät, Neonlicht schien auf mich herab, mein Stuhl wackelte, ich war hungrig, die Frage wurde auf Arabisch an mich gerichtet, ich hatte den Nachmittag in einer unnatürlich kalten Wohnung verbracht, mein Lehrer schaute so schelmisch. Ich hatte absolut keine Lust auf diese Frage zu antworten.
Also sagte ich: Ich mag das Internet. Wenn man es genau nimmt, habe ich gesagt, dass ich das Internet liebe. Das liegt daran, dass mir ein ein etwas weniger dramatisches Wort auf die Schnelle nicht einfiel.

Ich freue mich jeden Tag sehr darüber, dass ich mittlerweile in der Lage bin, Menschen meine Bedürfnisse auf Arabisch mitzuteilen. Mitunter verwende ich sogar Formulierungen, bei denen die Jordanier überrascht die Augen aufreißen und mich loben und sagen, dass ich wie eine Jordanierin klänge und jetzt auch direkt im Radio anfangen könne. Ich hole dann Luft, um verlegen zu protestieren, dann hole ich noch einmal Luft, um wenigstens irgendetwas zu sagen, dann wechselt mein Gegenüber ins Englische und sagt, dass Arabisch die schwerste Sprache der Welt sei und dass man mindestens zehn Jahre brauche, um sich jemals anständig ausdrücken zu können und ich seufze dann und sage ja, eine schwere Sprache, in der Tat.
Ich hab mal einen Text gelesen, in dem ein wichtiger Politikwissenschaftler seitenweise darüber philosophiert hat, wie man Konzepte erstellen sollte. Eines seiner Lieblingswörter war die Abstraktionsleiter. Klettert man die hoch, kann das Konzept logischerweise eine größere Anzahl von Elementen umfassen, als wenn man pingelig Zugehörigkeitskriterien festlegt. Ich bin in Jordanien auf der Abstraktionsleiter ganz weit oben angekommen.

Mein Aktivwortschatz dürfte sich momentan mit dem eines fünfjährigen Kindes decken. Fünfjährige kennen keine sprachlichen Abstufungen und auch keine Paraphrasierungen. In Jordanien möchte ich nicht, ich will. Meine Wetterbewertung beläuft sich auf gut oder kalt.Essen finde ich prinzipiell stets sehr lecker. In meinen Gesprächsbeschreibungen haben Menschen immer nur gesagt, nie angemerkt, nie gemeint, nie erzählt. Ich hasse Neonlicht, ich liebe das Internet.

Hier sieht man mich und eine Freundin auf der Suche nach Internet. Wir sind auch schon etwas müde. Das Cafè rechts neben uns hat kein gutes Wifi, aber sehr leckeres Essen.
Das Gute daran ist, dass man in mein Gerede auf diese Weise sehr viel hineininterpretieren könnte. Meine zu Extremen neigende Ausdrucksweise ist ja schließlich lediglich dem Umstand geschuldet, dass mein Hirn versucht, Aussagen zumindest die richtige Grundrichtung zu verpassen. Wenn ich also sage, dass ich das Internet liebe, erwarte ich von meinem Gegenüber, dass es sich nun vorstellt, wie ich eine detaillierte, mit liebevoll ausformulierten Kritikpunkten gespickte Bewertung abgebe, die darin endet, dass ich das Internet irgendwie okay finde.

Natürlich passiert das nie. Ich würde auch niemanden fragen, ob er gerade wirklich sagen wollte, dass er das Wetter gut findet und nicht etwa, dass die Temperatur so überraschend angenehm und die Luft so klar ist, es aber trotzdem noch ein bisschen wärmer sein könnte.

Eigentlich wollte ich davon erzählen, wie schrecklich umständlich es hier ist, eine schnelle Internetverbindung ausfindig zu machen. Wie ein Junkie renne ich wöchentlich in dasselbe Café und bestelle dann ein kleines Wasser und die Bedienung schaut mich mitleidig an und denkt sich, dass ich eine bin, die das Internet liebt.

So viel zu Sprachbarrieren.

26. August 2013

Mein Leben sollte langweiliger sein.

Seit geraumer Zeit habe ich selten Lust, mir über Texte Gedanken zu machen. Das ist schade, denn ich bilde mir ein, zuweilen ganz heitere Dinge zusammenzuschreiben. Wenn mich Menschen fragen, wieso ich eigentlich nicht mal wieder einen Schwank aus meinem Leben erzähle, antworte ich, dass ich momentan einfach ein bisschen im Stress bin. Das kann jeder verstehen, schließlich bin ich Bachelorstudentin und kenne das Wort Freizeit nur vom Hörensagen. Und außerdem ist mein Gegenüber auf jeden Fall gerade auch im Stress und dann führen wir ein Gespräch, in dem wir uns gegenseitig bemitleiden.

Neulich bin ich mit meiner Familie in die Schweiz gereist. Da ich mich sehr lange nicht mit der Urlaubsgestaltung meiner Eltern identifizieren konnte, war das eine Art familiäres Feldexperiment. Insgeheim glaube ich, dass meine Schwester vor allem nicht mitgekommen ist, weil sie meine Eltern nicht zusätzlich belasten wollte. Wenn man seine ehemaligen Erziehungsberechtigten jahrelang auf eine Freizeitplanung zu viert konditioniert hat, sollte man sie nicht plötzlich den Widerworten eines dritten Sprösslings aussetzen. Außerdem haben meine Eltern einen Hund. Ich glaube, dieser Hund ist in den letzten Jahren als eine Art Ersatz für die an Festivals und Städtereisen verlorene Tochter eingesprungen. Hunde finde ich nicht gut, aber man muss sagen, dass sie im Gegensatz zu einem mosernden Kind vermutlich der angenehmere Reisepartner sind (obwohl man von mir jedenfalls nicht ständig Exkremente von der Straße aufsammeln muss - ja, der Diss geht raus an dich, mein felliger Freund). Als gute Tochter wollte ich also stets mindestens so nett wie der Hund sein. 

Jedenfalls sind wir in ein sehr ruhiges Ferienhaus gereist, von dem aus man den Mont Blanc und den Neuenburger See und andere friedlich stimmenden Dinge sehen konnte. Die Besitzer des Hauses waren schrecklich nett und wollten offenkundig ihren Weinbesitz drastisch verkleinen, weshalb sie ihn fleißig mit uns teilten, auch dann noch, wenn wir sehr auffällig gegähnt haben. Schweizer sind da unerbittlich. Man sollte nie einem Schweizer ein Weinglas zurückschieben, das er einem mit den Worten "Vive la Suisse" eingeschenkt hat. 

Ich bin mir noch nicht sicher, ob man beim Langweilen Musik hören sollte, aber dieses Lied eignet sich jedenfalls ganz wunderbar für Momente des Nichtstuns.

Natürlich sind wir viel gewandert und ich habe mich sehr alt gefühlt, weil ich voller Begeisterung mitwanderte. Früher war Wandern mein persönliches André Rieu-Konzert. Ich habe auch ein bisschen Angst, dass ich in weiteren zehn Jahren plötzlich eine praktische Jack-Wolfskin-Jacke besitzen will. Außerdem haben wir uns Städte angeschaut. In Genf sind wir durch den Palast der Nationen gelaufen und ich habe mich vor meinem inneren Auge als zukünftige Diplomatin durch die Gänge wandeln sehen und wollte mich wie so ein schlimmer Tourist im Sitzungssaal für ein Foto an den Platz meines Lieblingslandes setzen, habe es dann aber doch gelassen.

An manchen Tagen haben wir gar nichts gemacht. Das hielt ich für Zeitverschwendung. Als an straffe Exkursionsplanungen, zeitlich begrenzte Kunstausstellungen und unerbittliche Running Orders gewöhnte Urlauberin hatte ich kein Verständnis für das Herumgammeln auf Liegestühlen. In solchen Momenten war ich nicht so nett wie der Hund. Es könnte sein, dass ich des Öftern das Wort "alt" habe fallen lassen. Natürlich haben sich meine Eltern aber trotzdem nicht erhoben. Mein Bruder hat sie dabei auch noch unterstützt. Vom Tier will ich erst gar nicht anfangen. Also lief ich laut seufzend durch das Haus, ließ mich mal hier, mal dort in einen Stuhl fallen und schaute gequält.Weil mich das einzige Buch, das ich mitgenommen hatte, schon nach wenigen Seiten nervte (Danke an Henry Miller, der mir auf eindrucksvolle Weise verdeutlicht hat, dass sich das Wort Möse problemlos in jeden zweiten Satz einfügen lässt, ich fühlte mich nicht provoziert), saß ich an diesen Tagen meist herum und starrte in die Ferne.


Man könnte sagen, dass ich mich in diesen Momenten zum ersten Mal seit langer Zeit heftig gelangweilt habe. Das lag vor allem daran, dass ich keinen Internetzugang hatte, der mir normalerweise über diesen Zustand hinweg hilft. Während ich auf den Mont Blanc schaute und sonst gar nichts tat, sind mir aber ziemlich viele gute Sachen eingefallen. Vor allem bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass ich mich häufiger zur Langeweile zwingen sollte. Weil ich dann nämlich auch nicht immer denken würde, dass ich im Stress sei. Tatsächlich verbaue ich mir meine freie Zeit nämlich lediglich, weil ich keine Lust habe, unterbeschäftigt zu sein. Dabei muss man sich natürlich eigentlich viel stärker mit Nachdenken beschäftigen, wenn man nicht gerade versucht, die witzigste Grumpy Cat ever zu finden. Ich bin also paradoxerweise zu faul zum Langweilen. 

Weil ich bald meine Bachelorarbeit schreiben will, schätze ich, dass es ziemlich sinnvoll wäre, mir mindestens eine Stunde reine Langeweile am Tag zu verordnen. Ich bin relativ gespannt, ob mein Hirn mit so viel unverhofftem Raum zum Denken überhaupt klarkommt.

24. Mai 2013

Substitutionsgüter

Als ich in der achten Klasse war, habe ich gelernt, was ein Substitutionsgut ist. 
"Margarine für Butter", sagte meine damalige Lehrerin und ich war entsetzt und fortan der festen Überzeugung, dass so ein Substitutionsgut niemals an die Qualität dessen heranreicht, was es ersetzen soll.

Vor gar nicht allzu langer Zeit haben Kakkmaddafakka das erste Lied ihres neuen Albums Six months is a long time veröffentlicht, es heißt Bill Clinton und ich musste beinahe weinen vor lauter Enttäuschung über das seichte und so gar nicht mitreißende Herumgesinge der Jungs, auf deren Konzerten ich vor anscheinend zu langer Zeit mal komplett ausgerastet bin.
Seit gestern kann man sich die zweite Auskopplung kostenlos herunterladen, ich möchte nicht viel dazu sagen, nur dass das Werk sich No Song nennt [ich hätte es halt ahnen können].

Die Bundeszentrale für politische Bildung sagt zu Substitutionsgütern: "Güter, die durch andere Güter ersetzt werden können, die denselben Zweck erfüllen, ohne dass der Grad der Bedürfnisbefriedigung wesentlich verringert wird". Da Kakkmaddafakka mein Ausrastbedürfnis vorerst nicht mehr befriedigen können, habe ich mir also ein denselben Zweck erfüllendes Substitutionsgut gesucht, et voilà:

via

 

Vive la Fête gibt es schon verhältnismäßig lange und ich bin etwas traurig darüber, dass ich die Belgier erst so spät entdeckt habe, denn sie hätten ganz wunderbar zu meiner jugendlichen Vorliebe für herumschreiende Frauen wie Laura-Mary Carter und Jemina Pearl gepasst. Da ich gerade damit beschäftigt bin, mich durch sehr viele Alben zu hören, kann ich noch kein abschließendes Urteil fällen, aber zumindest trösten sie mich ein wenig über diese unsagbar öde Dudelei von Kakkmaddafakka hinweg.
Vive la Fête hat 2013 übrigens auch ein neues Album mit nettem Electroclash veröffentlicht, es trägt den kreativen Titel 2013. Immerhin weniger determinierend als No Song.

[Ich gebe zu, dass sich Kakkmaddafakka und Vive la Fête in etwa so sehr ähneln wie Fisch und Fleisch, aber auch dieses Paar wird regelmäßig in der Liste der Substitutionsgüter aufgeführt, also ist das hier alles rechtens.]
 

7. April 2013

You're still the one pool where I'd happily drown

Ich wollte schon immer mal einen Post mit einem kryptischen Songtext-Titel verfassen, hier also ist er, an dieser Stelle auch ein Hoch auf LCD Soundsystem.
Im März bin ich ein wenig unterwegs gewesen und habe eine meiner liebsten Freundinnen in Amerika besucht. Glücklicherweise studiert sie gerade in Amherst, was gar nicht weit von Boston und New York weg ist, deswegen haben wir uns das alles mal angeschaut. Ich bin im Nachhinein immer noch ganz aufgeregt, wenn ich genauer darüber nachdenke.


Hier ein wie ich finde wunderbares Bild von uns vor Bostoner Kulisse. Boston ist für mich ähnlich toll wie Hannover, man kann prima durchlaufen und alles sieht sehr schön aus, aber wenn man denn gerne möchte, kann man trotzdem so tun, als wäre man gerade in der krassesten Großstadt überhaupt.

  
In diesem Gebäude war mal die erste Volksschule von Amerika untergebracht, dann das Bostoner Rathaus, heute ein Steakrestaurant. O tempora etc.


Hier eine kleine Heiligenstraße im Italienischen Viertel von Boston, das den Namen tatsächlich auch verdient hat, im Gegensatz zu Little Italy in New York, was aus maximal einer Straße besteht und ansonsten offensichtlich vollständig von Chinatown okkupiert wurde.


Marokkanisches Essen in North Hampton, einer wirklich sehr niedlichen Stadt in der Nähe von Amherst. Die Menschen dort sind für amerikanische Verhältnisse angeblich unwahrscheinlich liberal, außerdem haben sie das allerschönste Urban Outfitters der Welt.


Und dann also New York. Wie man sehen kann, war es leider noch immer nicht so richtig warm, aber durchaus sonnig. Sonne erfüllte an diesem Nachmittag auch unsere Herzen, denn zuvor hatten wir auf dem Flohmarkt in Chelsea das Schnäppchen unseres Lebens gemacht und außerdem ein echtes italienisches Eis für sechs Dollar gegessen.


Dieses Bild ist leider etwas verschwommen, nichtsdestotrotz möchte ich auf den Taubenmenschen auf der Bank hinweisen, der mich extrem an Kevins Taubenfrau erinnerte. Überhaupt wird man ständig an irgendeinen Film erinnert, ich frage mich, wie sehr das den Menschen, die in New York leben, wohl auf den Keks geht.

Abends sind wir wie so Hipster nach Williamsburg gefahren und haben uns dort Savoir Adore angesehen. Wenn man Synthiepop und Chairlift hört, muss man sie lieben. Ich liebe vor allem die Sängerin ein wenig.

 

Hier stehe ich direkt vor dem Central Park und schaue verträumt Richtung Upper Eastside, weil mir von dort nämlich Chuck Bass gerade eine Kusshand zugeworfen hatte. Besonders gefreut hat mich die Tatsache, dass wir bei FAO Schwarz einkaufen waren und ich dort einen PEZ-Spender mit Mike Glotzkowski oben drauf erstanden habe, ich bin noch immer sehr glückselig.

An dieser Stelle möchte ich noch kurz Werbung für das wohl beste Tapas-Restaurant New Yorks machen, es heißt Txikito und sowohl die Location als auch die Bedienung als auch das Essen sehen allesamt wunderschön aus. Leider ist das Ganze etwas kostspielig und was anmutete wie ein Gruß aus der Küche waren leider die 5 Dollar-Kroketten mit Frischkäsefüllung. Auf dem Bild ist das sehr leckere Austernpilz-Carpaccio zu sehen, über dessen Preis and dieser Stelle geschwiegen wird. 


Wenn man nett frühstücken möchte, kann man ins Petite Abeille gehen, dort gibt es sehr delikate belgische Waffeln und viel Tim und Struppi-Lektüre.


Hier noch eine Flagge, muss ja.

16. März 2013

Weshalb ich auf Reisen ging

Manchmal kann ich mir erfolgreich Dinge einreden. Als ich zehn Jahre alt wurde, schenkte mir meine Oma einen furchtbar kitschigen Wecker, er ist rosa und sieht aus wie eine Katze auf Speed. Außerdem tickt er mit der Lautstärke eines Metronoms. Es gibt zwei Dinge, die mich am Schlafen hindern, nämlich schnarchende Menschen und tickende Uhren. Während man neben meinem Bett gerne einen Subwoofer platzieren darf, müssen sämtliche Schnarcher und Uhren in einem Umkreis von vierhundert Metern weichen.
Das ist natürlich absolut unlogisch und irgendwie neurotisch. Mein Unterbewusstsein hat einfach keinen Bock auf diese Geräusche und deswegen sitze ich hellwach im Bett, sobald der Wind aus dem Nachbarhaus die Schlafapnoe des Familienvaters herüberträgt.


(Ich habe Schlafapnoe übrigens mal gegoogelt. Über die Symptombeschreibung auf manchen Seiten könnte ich mich scheckig lachen: "Warnzeichen der Schlafapnoe: Schnarchen kann eine Lautstärke erreichen, die an die Geräuschentwicklung von Pressluftbohrern heranreicht, über mehrere Räume hinweg zu hören ist und manchmal bis zur benachbarten Wohnung durchdringt."  - "Entschuldigung, aber die Lautstärke Ihres Schnarchens reicht an die Geräuschentwicklung eines Pressluftbohrers heran, ich glaube, Sie leiden an Schlafapnoe...")



Jedenfalls liebe ich den Wecker meiner Oma. Er steht direkt neben meinem Bett und er tickt noch immer fleißig. Ich habe es nämlich geschafft, mir einzureden, dass mich die pressluftbohrerartige Geräuschentwicklung dieses Zeitmessers nicht stört. Ich erinnere mich an Nächte, in denen ich mich stundenlang darauf konzentrierte, mir einzubilden, das Ticken würde stetig leiser, bis ich es nicht mehr hören konnte. Descartes hat mal gesagt, dass unsere Freiheit in dem Maße wächst, in dem die Erkenntnis über das Bessere zunimmt. Übertragen auf meine Situation habe ich also vermutlich eingesehen, dass es insgesamt besser ist, neben tickenden Uhren einschlafen zu können. Es handelt sich dabei schließlich um recht häufig anzutreffende Gegenstände und es wäre schlichtweg lächerlich, wegen etwas derartig Banalem wachzubleiben.


Leider hat der Befreiungsschlag nur für meinen Wecker ausgereicht. Das ist traurig, denn tatsächlich musste ich bereits häufig in Räumen nächtigen, in denen sich tickende Uhren befanden. Einmal habe ich voller Hass dem Wecker einer Freundin klugerweise die Batterien entwendet. Die unbezwingbare Laune meiner Psyche lässt mich also zuweilen zur Vollidiotin werden.


Dennoch bin ich häufig auch sehr glücklich darüber, wenn ich es nicht schaffe, mir Dinge einzureden. Im vergangenen Semester scheiterte ich kläglich an dem Versuch, Göttingen ohne die Anwesenheit vieler meiner ins Ausland entschwundenen Freunde gut zu finden. Deswegen konnte ich einfach nicht anders, als auf Reisen zu gehen.
Meiner Erkenntnis über das Beste im Leben hat es jedenfalls nicht geschadet.


20. November 2012

Nachtkonforme Klänge - Purity Ring

Als eher nachtaktiver Mensch hat man es nicht immer leicht, in einer tagorientierten Wohngemeinschaft zu leben, denn in seinem Tun ist man zu später Stunde dann doch meist erheblich eingeschränkt.
Beispielsweise könnte ich es meinen Mitbewohnern niemals antun, um drei Uhr nachts abgefuckten Indierock zu hören und dabei Berge von Gemüse zu hexeln, obwohl ich manchmal durchaus das Bedürfnis dazu verspüre.

Stattdessen legt man sich also einen nachtadäquaten Musikgeschmack zu, was nicht unbedingt schlecht sein muss, denn andernfalls hätte ich vermutlich niemals Purity Ring entdeckt, die in diesem Sommer ihr fantastisches Album "Shrines" herausgebracht haben und auch sonst einfach toll sind.



Die beiden machen feinen Elektro, insbesondere Megans Stimme, die sich von den meist nett minimalistisch gehaltenen Synthesizer-Klängen in einer wunderbaren Klarheit abhebt, hat es mir sehr angetan.
Gerade touren Purity Ring umher, vor Kurzem haben sie Berlin im Berghain ihren leider einzigen Deutschlandbesuch abgestattet. Auf ihrer Website gibt's zur Zeit einen kostenlosen Download, aber am besten kauft man sich einfach die ganze Platte. Hach!


Lofticries

14. November 2012

Was ich in Ägypten gemacht habe.


Für das High-End-Touri-Foto setzte mich voll mutig auf die äußere Mauer eins Minaretts.

An dieser Stelle nun also der mediale Beweis dafür, dass ich mich dieses Jahr in Ägypten aufgehalten habe.
Das eigentlich Interessante an diesem Video mit eher weniger Tiefgang ist sicherlich die Tatsache, dass ich stundenlang verzweifelt nach einem passenden Lied suchte, dann völlig frustriert das nun Hörbare wählte und mich anschließend ein bisschen grenzdebil darüber freute.
Wer den Eindruck gewinnt, dass ich die meiste Zeit meines Aufenthaltes mit Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme verbracht habe, liegt übrigens völlig richtig. 

30. Oktober 2012

Ruf aus dem Eis.

Aus lauter Entsetzen über die Wetterlage, mein undichtes Fenster und die daraus resultierenden Minusgrade in meinem Zimmer, habe ich mich bisher nicht dazu motivieren können, an dieser Stelle von meinem Ausflug nach Ägypten zu berichten. Denn dann müsste ich weinen über meine klimatisch gesehen so jämmerliche Lage und meine Tränen würden wahrscheinlich festfrieren in meinem Gesicht, darüber müsste ich noch mehr weinen, etc. 
Außerdem sind die Hipster-Analog-Fotos noch nicht entwickelt
Hier also erst einmal nur ein trauriges Video, in dem ich fast gefressen werde, auf dass bald mein Fenster ausgetauscht werde und ich mich dazu bereit fühle, über Palmen und Sandwüsten und solche Dinge zu berichten. 



30. Juli 2012

Live fast.

Ryan McGinley mag nackte Menschen und auch ansonsten alles, was Mutter Natur so bereit hält. Deswegen fotografiert diese Dinge fleißig und produziert dabei Bilder, bei denen ich ebenfalls Lust bekomme, in Adams Gewand durch den Wald zu rennen und mich dabei mit Tieren zu behängen. Oder durch ein Feuerwerk zu tanzen. So gesehen bringen mich diese Fotografien also auf eher waghalsige Ideen, aber ich finde, für so etwas ist der Sommer gut geeignet. Jung, nackt, frei, verschrammt, et cetera.












alle Bilder via.

16. Juli 2012

Was da los.



Zur Zeit versuche ich hauptsächlich, mich davon abzuhalten, urplötzlich einzuschlafen. Es gibt ja diese Krankheit, bei der das passiert und die Narkolepsie heißt. Als Kind hatte ich eine Phase, in der ich ziemliche Probleme mit dem Schlafen hatte. Der Arzt sagte damals zu meiner Mutter, ich sei von meinen geistigen Fähigkeiten her zu weit entwickelt für mein Alter und könnte manche Dinge, die ich aufnehme, nicht verarbeiten. Das ist für mich ein Widerspruch in sich. Jedenfalls stand ich aufgrund meiner grandiosen Aufnahme- und meiner schlechten Verarbeitungsfähigkeit wohl im zarten Alter von drei Jahren nachts im Schlafzimmer meiner Eltern und wollte erfahren, wieso wir alle sterben müssen.
Ich frage mich, ob man da als Erziehungsberechtigter mal kurz an die Möglichkeit eines Exorzismus denkt.
Mittlerweile scheint ein Ausgleich meiner geistigen Aktivitäten stattgefunden zu haben. Jedenfalls kann ich sehr gut schlafen ohne genau wissen zu wollen, weshalb uns alle einmal der Tod ereilen wird. Genau genommen könnte ich im Moment auch prima schlafen, ohne nachzuschauen, wer gerade an der Tür geklingelt hat. So weit ist es schon gekommen mit meinem Wissensdrang. Als Dreijährige beschäftigten mich noch die großen Themen der Philosophie, nun nur noch der Härtegrad meiner Matratze.
Schuld daran ist natürlich das Bachelor-System. Das sagen jedenfalls die Experten immer. Wir Studenten sind vollkommen überfordert mit unserem Leben als Opfer der Bologna-Reform und deshalb hat meine Aufnahmefähigkeit auch abgenommen und ich habe anstatt Schlafproblemen eher Müdigkeitsattacken.

Weil ich das ungerecht finde, beschäftige ich mich aus Protest mit Dingen, die zu meinem momentanen geistigen Entwicklungsstand passen. Zum Beispiel mit Sendungen auf Pro7 und RTL. Da werden selten Artikel oder gar Prädikate verwendet, da fühle ich mich wohl und verstanden. "Was da los mit den Weibern!" fragt man sich da und ich gluckse vergnügt, was könnte mein Leben schön und einfach sein, wenn ich noch ein bisschen weniger aufnahme- und verarbeitungsfähig wäre, wenn ich ein bisschen weniger Vernunft am Leibe hätte. Aber nein, Kant sagt:
"Jeder  Mensch  hat  Gewissen  und  findet  sich  durch  einen  inneren  Richter beobachtet, bedroht und überhaupt in Respekt (mit Furcht verbundener Achtung) gehalten,  und diese über die Gesetze in ihm wachsende Gewalt ist nicht etwas, was er sich selbst (willkürlich) macht, sondern es ist seinem Wesen einverleibt. Es folgt  ihm  wie  sein  Schatten,  wenn  er  zu  entfliehen  gedenkt.  Er  kann  sich  zwar durch  Lüste  und  Zerstreuungen  betäuben  oder  im  Schlaf  bringen,  aber  nicht vermeiden  dann  und  wann  zu  sich  selbst  zu  kommen  oder  zu  erwachen,  wo  er  alsbald  die  furchtbare  Stimme  desselben  vernimmt."
Weil ich ein Mensch bin und auch Gewissen habe (ob Kant hier wohl auch von Müdigkeit gepackt war und keine Lust auf einen Artikel hatte? Oder hat das wieder eine tiefgründige Bedeutung, weshalb hier keiner verwendet wird? Was da los mit den Kant?) und es mich tatsächlich auch mit furchtbarer Stimme verfolgt und mich an meine Klausuren erinnert, zwinge ich mich, nachts wachzubleiben und Theorien von Menschen zu lernen, die sagen, dass ich meinem Gewissen nicht entkommen kann, da kann ich noch so viel machen und mich auch auf den Kopf stellen.
Schade, eigentlich.

17. Juni 2012

Yes, this is Art!

Weil ich Kunst sehr liebe, versuche ich, möglichst viel davon zu sehen.
Ich bin froh darüber, eine gute Freundin zu haben, die mich dabei stets begleitet, so auch nach Kassel, wo wir uns ein wenig auf der dreizehnten Ausgabe der documenta umsahen.
Ich war vor fünf Jahren schon einmal dort, mein sechzehnjähriges Ich hielt Kunst aber für lästig und Ai Weiwei für einen etwas verwirrten Menschen mit zu viel Zeit, ich war offensichtlich selbst ein wenig neben der Spur.
Ich könnte mir vorstellen, dass mein heutiges überdurchschnittliches Interesse an Kunst als eine Art Wiedergutmachung für all jene Schulstunden fungiert, in denen ich verzweifelt vor einer halbverrotteten Büste aus dem Fundus und einem weißen A3-Blatt saß und von meinem Lehrer mit einem traurigen Blick gemustert wurde. So gesehen muss man Nachsehen haben mit meiner führeren Persönlichkeit, die ganz offensichtlich die Eigenschaften ihres Kunstlehrers auf den unschuldigen Ai Weiwei projizierte.
Ich freue mich im Übrigen sehr, dass nun ein Film über Herrn Weiwei in die Kinos kommt, den ich mir auf jeden Fall ansehen möchte.



Ich muss gestehen, dass ich von der diesjährigen Leiterin der documenta im Vorfeld ein etwas seltsames und mir nicht unbedingt sympathisches Bild gewonnen hatte, was auch daran liegen könnte, dass ich Hunde hasse und CCB ganz offensichtlich nicht. Hundeliebhaber sind mir ein wenig ungeheuer, wie auch die Räumlichkeiten des Fridericianums.
Etwas mürrisch stapften wir von Treppenhaus zu Treppenhaus, vorbei an formschönen Edelstahlgeländern, von einem Raum in den nächsten, dabei stets diesen seltsamen grauen Boden im Blick. Eine weitere mitgereiste Freundin merkte an, sie fühle sich ein wenig wie bei Ikea, ich hielt den Vergleich für überaus passend.

Wenn man nun denkt, dass ich ein etwas empfindlicher Mensch in Sachen Atmosphäre und Raumgestaltung bin, so möchte ich dies bekräftigen. Nichts kann auf einer Party meine Laune so sehr in den Keller befördern wie eine falsche Beleuchtung. Im Fridericianum war ich also hauptsächlich schlecht gelaunt, die dort ausgestellten Künstler vermochten das nur teilweise zu ändern.
Hier ein paar Dinge, die ich mochte:


Das Kunstwerk der aus Kairo stammenden Künstlerin Anna Boghiguian mit dem Titel Unfinished Symphony.
In sehr vielen ausdrucksstarken Bildern präsentiert sie eine Art Tagebuch, welches auf viele globale Ereignisse kritisch Bezug nimmt. Eine Installation ist auch mit dabei. Hier mag ich übrigens auch die Lichtgestaltung sehr gerne.


Wenn man diese Frau mal googlet, gewinnt man den Eindruck, dass sie ein überaus cooler Mensch zu sein scheint.


Sehr, sehr gerne mag ich auch das Projekt des Künstlers Garcia Torres, der sich in Kabul auf die Suche nach einem früheren Hotel gemacht hat, welches Alighiero Boetti, ebenfalls Künstler, Anfang der Siebziger dort erbaut hat. Torres hat das Gebäude wieder hergerichtet, was genau er damit beabsichtigt hat, kann man hier noch einmal sehr schön nachlesen.
Weil das Hotel One logischerweise in Afghanistan steht, ist in Kassel nicht allzu viel von dem Projekt zu sehen, sehr nett findet ich aber die Briefe des Künstlers, in welchen er über seinen Forschungsprozess berichtet, der sich manchmal offensichtlich etwas frustrierend gestaltete.


Ein weiteres nettes Projekt ist die Arbeit von Ida Applebroog, die in einem Raum Gedanken, Skizzen und andere Dinge aus ihren persönlichen Notizbüchern veröffentlicht. Der Besucher wird dazu aufgefordert, sich aus den hunderten Kartons im Zimmer ein paar der Notizen mitzunehmen, alles ist öffentlich, eine Art reales Facebook.


Von Ida hab ich im Übrigen auch den Titel dieses Posts geklaut - mit Sandwich-Schildern wie diesem liefen in der Ausstellungswoche Menschen durch Kassel.


Nachdem wir das Fridericianum verlassen hatten, sind wir ein wenig durch die Karlsaue gewandert. Die dortigen Pavillons haben mir sehr viel besser gefallen als das zuvor Gesehene.
Vermutlich von der Frischluft beflügelt, haben wir uns dazu überreden lassen, beim so genannten Threeing mitzumachen, welches Paul Ryans in den Siebzigern entwickelt hat. Es handelt sich dabei um eine Methode, eine "nachhaltige Beziehung zu Mitmenschen aufzubauen". Ich kann von mir behaupten, dass ich ohne jeglichen Sinn für Spirtualität, In-Sich-Gehen und Standbilder mit mehreren Menschen ausgestattet bin. Beim Yoga beispielsweise lache ich mich gerne tot oder leide an Atemproblemen. Auch Threeing ist somit nichts für mich. Ich muss meine nachhaltigen Beziehungen zu meinen Mitmenschen wohl irgendwie anders gestalten.


Für den besten Pavillon halte ich die Jagdhütte von Fiona Hall, in der Tiere an der Wand hängen, die auf der Roten Liste stehen.


Es ist keine angenehme Atmosphäre, die in diesem Pavillon geschaffen wird, aber gerade das macht den Reiz dieses Kunstwerkes aus: Es mahnt, kritisiert und ruft zur größeren Achtsamkeit mit unserer Umwelt auf.


Das Revolutions-Insekt wird mich wohl noch einige Nächte verfolgen.

Zuletzt haben wir die documenta-Halle besucht, die für mich einen gelungenen Abschluss unserer kleinen Kunsttour darstellte, denn hier gab es endlich auch Gemälde zu bestaunen, darunter sehr viele des Künstlers Gustav Metzger,in dessen Bildern mir vor allem die Farbverläufe sehr gut gefallen haben. Da sich seine Kunstwerke unter Glastischen befanden, darf man nun auch ein paar Lampen und ein etwas blässliches Abbild meinerseits bewundern. Ich habe also Kunstwerk, Raum und Betrachter in einem Bild vereint (...).



Ein sehr raumfüllendes Projekt ist das Kunsttagebuch von Yan Lei, der insgesamt 360 Bilder gemalt hat. Jeden Tag wird eines der Bilder mit komplett gelber Farbe übermalt.
Diese Idee von zeitlich begrenzter Kunst finde ich sehr interessant, vielleicht sehe ich mir den Raum noch einmal am Ende der Ausstellungszeit an.




An dieser Stelle würde ich gerne noch ein wenig Promotion für die Ausstellung "Made in Germany Zwei" in Hannover betreiben, von der ich mir vergangene Woche einen Teil angesehen habe. Im  Künstlerhaus direkt hinter der Oper kann man sich eine "große Überblicksschau zur internationalen, zeitgenössischen Kunstszene in Deutschland" ansehen.
Leider war der Akku meines Handys leer, sodass ich keine Bilder machen konnte, ich war aber durchaus sehr begeistert von den ausgestellten Kunstwerken.

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Das obere Bild zeigt die Installation Durchbruch durch Schwäche von Alicja Kwade. Die verschiedenen Uhrgewichte verdeutlichen ihr Verständnis von "Zeitlichkeit".
Ich persönlich konnte mich sehr gut in ihre Idee verschiedener Zeitverläufe hineinversetzen, die mal zu fließen, mal stillzustehen scheinen - schön.

31. Mai 2012

Ein bisschen was Ruhiges

In meiner Wahlheimat Göttingen gibt es einen feinen Club, der sich Das Pools nennt und der gerne Künstler aus aller Welt einlädt, auf dass sie ein wenig von ihrer Musik präsentieren mögen.
Im Sommer ist das immer ganz besonders schön, denn dann kann man sich seine Freunde schnappen und draußen im Innenhof in Hollywood-Schaukeln oder Strandkörben dem lauschen, was da gespielt wird.

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Neulich waren Rue Royale zu Gast, eine Band bestehend aus dem Ehepaar Ruth und Brookln Dekker (nein, es fehlt kein Buchstabe im Namen des männlichen Parts), die ganz wunderbare Lieder machen, so wunderbar, dass meine Wohngemeinschaft nun um eine Platte reicher ist.
Wer Musik von Joshua Radin oder Angus & Julia Stone mag, dürfte bei Rue Royale aus dem Entzücken nicht mehr herauskommen.
Ansonsten sind die Songs sehr geeignet für laue Sommernächte, in denen man sich etwas melancholisch fühlt und seine Stimmung musikalisch untermalen möchte.
Ich habe gleich mal ein kleines Video produziert, leider saß ich etwas ungünstig, weshalb man außer Rue Royale auch noch ein paar Frisuren betrachten kann. Der Rest des Publikums fand die beiden auch sehr sympathisch, als Beweis habe ich ein wenig Applaus dokumentiert.



Das allerschönste Lied ist meiner Meinung nach "Tell me when you go", weshalb man es sich hier nun noch einmal in voller Länge anhören kann.


11. Mai 2012

Sommervorbereitung

Für den gelungenen Sommertag benötige ich hauptsächlich situationsadäquate Musik.
Und schöne Dinge zum Angucken, etwa die Bilder der Fotografin Lina Scheynius, die gerade auch wöchentlich im ZEITmagazin zu sehen sind.
Besonders gut gefällt mit ihre Serie 'personal - red', die man hier nun gemeinsam mit feinen Klängen bewundern kann.


 Sonnenaufgang - Explosions in the Sky - Magic Hours





 Losradeln - Grouplove - Tongue Tied




Sommerregen - Dillon - Thirteen Thirtyfive




Sonnenuntergang - Balkan Beat Box - Dancing with the Moon




23. April 2012

Ohne Worte.

Jenke von Wilmsdorff ist ein harter Bursche.
Mehr oder weniger unterhaltsam stellt er sich im RTL-Magazin Extra regelmäßig für das Jenke-Experiment zur Verfügung und erlebt dabei als "Müllmann", "Wäscher" oder auch als "Alleinerziehende Mutter" viele verrückte Dinge. So musste Jenke beispielsweise die Erfahrung machen, dass man als alleinerziehende Mutter mitunter ganz schön früh aufstehen muss. Das ist natürlich echt crazy und ein Charakteristikum, welches nur wenige Menschen mit der alleinerziehenden Mutter teilen.
Ein wenig überwältigt von gefühlten hundert Klischees pro Minute und gleichzeitig durchaus amüsiert, durfte ich miterleben, wie Jenke sich Woche für Woche unerschrocken den Härten des Lebens stellte und dabei den Zuschauern vor den Fernsehern eindrucksvoll die Realität erklärte.

Sein neueste Abenteuer führte Jenke nach Tansania, dort leben nämlich die Massai, eine afrikanische Volksgruppe, die Jenke anscheinend spannend findet und über die auch mal ein Spielfilm gedreht wurde, der sich da Die weiße Massai nennt. Vermutlich hat Jenke dieser Film gut gefallen, denn seine Reportage trägt den innovativen Namen Der weiße Massai. Jenke dreht in Tansania aber keinen Spielfilm, nein, Jenke möchte zeigen, wie es wirklich zugeht im Dorf der Massai, einem Ort  fernab von jeglicher moderner Zivilisation. Und weil Jenke in seiner Rolle als neue Corinne Hofmann laut eigener Aussage nicht nur bei sondern auch mit den Massai leben möchte, zieht er als erstes los und kauft sich Sandalen, die aus alten Gummireifen hergestellt werden. Die tragen nämlich alle Massai und sonst gar niemand.

Der Massai, welcher sich Jenke animmt, heißt Thomas und trägt zumindest in der Einstellung, in der man seine Füße sehen kann, keine Gummireifensandalen. Dafür will er aber demnächst seine zweite Frau heiraten. Polygynie, das findet Jenke natürlich verwerflich.
Zunächst einmal muss er sich aber von dem Schock erholen, dass das Auto, welches ihn zum Dorf transportieren sollte, mitten in der Nacht plötzlich einen Platten hat. Der Fahrer will bis zum Morgengrauen warten, bevor es weitergeht, aber Jenke hat kurz zuvor erfahren, dass ausgerechnet in dieser Gegend in der Vergangenheit schon einmal Weiße angegriffen wurden, weshalb die Reisegruppe den restlichen Weg wagemutig zu Fuß antritt.
Dann bietet Thomas Jenke seine Frau als Gastgeschenk für die erste Nacht an. 
Diese Geste findet nicht nur Jenke fragwürdig.
Jenke hält sie aber außerdem auch für ganz schön unzivilisiert.
Das sagt er aber nicht, sondern schweigt und überlässt dem Fernsehzuschauer diese Erkenntnis. 

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Überhaupt findet er, dass die Massai anders leben als wir, das ist natürlich wieder einmal ziemlich verrückt. Die Beschreibung "anders" scheint Jenke aber nicht aussagekräftig genug, deswegen fügt er kurzerhand noch ein "erschreckend" hinzu. Die Massai leben also erschreckend anders als wir.
Besonders erschreckend findet Jenke offensichtlich, dass sie nur einmal in der Woche duschen und sich sonst morgens nur kurz waschen, das erzählt er zumindest direkt nach dem Aufstehen.
Jenke muss übrigens schon wieder früh raus, die Massai und die alleinerziehende Mutter scheinen sich ähnlicher zu sein, als man annehmen würde.
Dann filmt der Kameramann eine besonders schöne Einstellung, nämlich Schwarze Kinder mit Fliegen in den Augen, die laut Jenke alle schmutzige Kleidchen anhaben und die Fliegen traurigerweise nicht einmal mehr bemerken.

Im Laufe des Tages muss Jenke feststellen, dass bei den Massai eigentlich nur die Frauen arbeiten.
Das ist in der Tat nicht schön.
Jenke genügt aber nicht die Erkenntnis, sondern er betrachtet es als seine Pflicht, den Massai-Männern mal zu zeigen, was man in unserer Zivilisation eigentlich unter Gleichberechtigung versteht. Deswegen geht Jenke mit den Frauen Wasser holen und merkt an, dass ja vielleicht einige der Männer dann seinem vorbildlichen Beispiel folgen. Macht aber leider keiner, typisch. An der Wasserstelle hält Jenke mit den Frauen ein kurzes Pläuschchen über Beziehungen und Ehe und wird nicht müde zu fragen, ob denn überhaupt jemals Liebe im Spiel sei. Wenig später muss er resigniert feststellen, dass das Hauptmotiv einer Eheschließung bei den Massai wohl hauptsächlich die Erlangung von Wohlstand sei. Das ist natürlich sehr unromantisch.
Jenke redet auch noch einmal mit Thomas über dieses Thema, welches ihn sehr zu beschäftigen scheint, doch auch diese Diskussion endet für Jenke mit der Erkenntnis, dass er Thomas zwar verstehen, seine Einstellung aber nicht nachvollziehen könne. Das sagt Jenke mit einer sehr belegten Stimme. Es ist aber auch alles so erschreckend anders bei den Massai.

Im nächsten Teil der Reihe möchte Jenke dann herausfinden, was die Massai wohl so von seinem coolen Macbook halten. Das packt er nämlich aus, damit sich alle mal den zivilisierten Film von der weißen Massai ansehen können. Dem Himmel sei Dank.

Übrigens: Auf der Seite von RTL-Extra steht wortwörtlich: "Massai-Männer sind sehr dunkelhäutig, auffallend groß, schlank und ebenmäßig schön."
Das kann einen schon sehr nachdenklich stimmen.

27. März 2012

Wen ich mag.


Ellie Goulding - Only Girl

Und das Lied nun auch.



 

23. März 2012

Hannah im Libanon

Als Studentin der Arabistik finde ich Länder, in denen Arabisch gesprochen wird, ziemlich gut - nicht zuletzt, weil ich mich gerne mit Menschen unterhalte und einen kleinen Besuch in einem solchen Land deshalb als prima Möglichkeit erachte, meine unglaublich ausgepägten Arabisch-Skills zu erweitern.
Ich habe übrigens an der Uni einen Dialekt-Kurs belegt, in dem ich lernte, wie die Ägypter sich unterhalten. Mein Dozent ist auch einer und hält sein Heimatland für die überaus schillernde Krone der Schöpfung. Im Sommer werde ich nach Ägypten reisen und das überprüfen. Zuerst habe ich mir aber mit ein paar Freundinnen den Libanon angeschaut und bin ganz entzückt.
Leider finden die Leuten dort den ägyptischen Dialekt eher witzig. Außerdem gibt es im Arabischen drei Sorten des Buchstaben 'H'. Die genaue Aussprache ist hier ganz besonders wichtig, sonst fragt man nämlich statt nach der Toilette nach dem Geschlechtsteil eines Kindes. Zum Glück sind die Libanesen sehr geduldige und verständnisvolle Menschen.




Die Eltern einer Kommilitonin haben eine Wohnung ein Beirut, in der wir übernachten konnten. Beirut ist eine schöne Stadt, in der die Gegensätze zwischen arm und reich extrem sind. Wir haben im schiitischen Viertel gelebt, welches noch deutlich vom 2006-Krieg gezeichnet ist, aber trotzdem vor Leben nur so sprüht.
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Rouche-Fels, den man oben sehen kann. Der Mülleimer neben mir ist übrigens ein äußerst seltenes Exemplar und hat deshalb auf dem Foto seine Berechtigung. Fragt man nach einem solchen wird man mit einem abfälligen Blick gestraft, für so etwas ist der Boden da. Für den Wortwitz klopfe ich mir an dieser Stelle fest auf die Schulter. 


Blick vom Balkon. Einer den Jugen hat beim Fußballspielen die ganze Zeit einen Schuh verloren, es war sehr amüsant. Beirut ist eine Autostadt, in der man besser nicht zu Fuß geht. Als wir es einmal versucht haben, sind wir alle drei Meter von besorgten Taxifahrern gefragt worden, ob wir das ernst meinen.
Es ist übrigens auch ganz normal, bei der Sichtung eines Staus zu wenden und die Autobahnauffahrt wieder zurückzufahren. Ja, da kommen einem dann andere Autos sehr schnell entgegen. Ja, ich sah mein Leben an mir vorbeiziehen. Ja, ich liebe die Straßenverkehrsordnung heimlich. Selbstverständlich gibt es keinen TÜV. Deswegen kann man zwar leicht rostige aber durchaus schöne Autos bestaunen, die in etwa so alt sein dürften wie meine Oma. Und weil alte Autos aus Deutschland in den Libanon exportiert werden, sah ich auf einmal ein Bäckereiauto aus dem Hunsrück neben mir. Crazy World.

Das ist die beste Saftbar in ganz Beirut. Am liebsten mochte ich Erdbeere mit Banane oder Mango. Hardcore-Menschen lassen sich einen Avocado-Brei mischen. Ansonsten trinkt man natürlich Tee. Der Kaffee ist extrem stark und macht es schwer, ein höfliches Gast-Gesicht zu wahren.


Das Essen finde ich persönlich sehr gut, was auch daran liegen könnte, dass ich Knoblauch und Olivenöl liebe. Labneh und Ful kann man sich sehr einfach selber machen, letzteres geht nach Aussage meiner Kommilitonin so:

Ful
Saubohnen aus der Dose kurz aufkochen
Mit viel Olivenöl und 3 (ich finde mehr) Knoblauchzehen, 
Salz und Zitronensaft zerdrücken und mit diesem
dünnen Fladenbrot essen, das gibt es auch hier zu kaufen.

Wenn man das Ganze statt mit Saubohnen mit Kichererbsen macht und
sehr fein püriert, bekommt man übrigens Hummus.
Yäm Yäm.

Das Nationalessen ist Falafel. Zwei Falafel machen in etwa so satt wie zehn Dönertaschen. Gut, dass wir alle Iberogast dabei hatten. Nach dem Essen trinkt man natürlich keinen Verdauuungsschnaps, sondern raucht eine Verdauungsschischa. Die kann man sich auch liefern lassen, für etwas mehr als einen Euro - am nächsten Tag wird sie wieder abgeholt. Es rauchen übrigens alle. Überall. Beirut riecht abends nach Wasserpfeife. Musste natürlich auch eine erwerben.



Auch vor der großen Moschee im sehr westlichen und sehr reichen Viertel Downtown ließ ich es mir nicht nehmen, meine Vielfalt an schönen Gesichtsausdrücken zu präsentieren. Forever alone.


Allzu große Angst vor Waffen sollte man im Libanon nicht haben. Die Sicherheitsvorkehrungen sind der streng und das Militär ist allgegenwärtig. Wie hier vor einem Regierungsgebäude im Downtown-Viertel.


Und dann haben wir den Süden besucht. Der Konflikt mit Israel ist dort deutlich zu spüren, um überhaupt als Europäer problemlos ins Grenzgebiet zu kommen, haben wir entsprechende Papiere benötigt. Ich empfand diesen Teil der Reise als besonders spannend, zuweilen aber auch als bedrückend. Mit den zerstörten Häusern vor Augen und den Geschichten der Menschen im Kopf, die aufgrund israelischer Besetzung nicht in ihre Heimatdörfer reisen konnten, fällt es schwer, nicht wütend zu werden.
Hisbollah-Fahnen an jeder Straßenecke, öffentliche Lobpreisungen von Märtyrern sowie Denkmäler, welche die Zerstörung Israels propagieren, sind aber irgendwie auch nicht besser.


Übrigens sind die Menschen fleißig mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Besonders im Trend sind protzige Villenbauten, für die aber meistens das Geld nicht reicht, sodass die Landschaft einen Flair von Improvisation aufweist.


In diesem Haus mit Traumaussicht haben wir übernachtet. Das Bergmassiv, welches man im Hintergrund sieht, gehört bereits zu Israel. Nachts heulen Werwölfe. Schlaf wird meiner Meinung nach überbewertet.



Ein wenig Streetart haben wir auch gefunden. Das Studentenviertel Hamrah ist wie Downtown eher westlich geprägt, logischweise auch die American University of Beirut, die wir uns angeschaut haben. Aus lauter Neid habe ich es versäumt, ein Foto zu machen. Für den Meerblick vom Sportplatz aus muss man allerdings auch 30.000 Dollar im Semester hinblättern. Göttingen ist im Ranking eh weiter oben. Pfüh.


Blick über Beirut. An diesem Tag sind wir mit einer Seilbahn gefahren, die übrigens mitten durch ein Wohngebiet führt. Das war lustig.


Der Libanon importiert ziemlich viel, so auch leckere türkische Süßigkeiten. An dieser Stelle ein wenig Werbung für Adicto. Das gibt es auch hier. KAUFT ES. Es ist flüssige Glasur dabei. 


Wir machen übrigens die Werbeplakate nach. Sonst gucken wir nie so.


Zum Zeitvertreib haben wir die heitersten Spiele gespielt. Ich war übrigens der Grinch.